Hinter dem Müllers Haus rauscht ein schmaler Fluss vorbei, der direkt in den Märchenwald hineinfließt. Das Mühlrad, das eigentlich vom Fluss getrieben werden sollte, dreht sich nur ruckartig und bleibt immer wieder stehen. Die kräftige Frau wischt sich das Mehl von den Händen, als du sie am Mühlrad ansprichst. Ihr Gesicht wirkt besorgt, obwohl sie dich freundlich begrüßt. „Guten Tag, gute Frau. Ist alles in Ordnung? Eure Mühle steht still.“ „Ach, wär’s doch nur die Mühle allein …“ Sie schüttelt den Kopf. „Seit einigen Tagen läuft nichts mehr, wie es soll. Das Rad dreht mal zu schnell, mal gar nicht – der Fluss fließt, als hätte er den Verstand verloren. “Sie beugt sich näher, senkt die Stimme: „Man sagt, im Märchenwald geschehen seltsame Dinge. Rotkäppchen hat ihr Großmütterchen nicht mehr gefunden. Die Zwerge klagen, dass Schneewittchen nicht aus ihrem Schlaf erwacht, trotz dem Kuss des Prinzen...die Leute munkeln … ein Fluch liege auf dem ganzen Wald.“ Sie fasst deine Hand, fast flehend sagt sie: „Wenn ihr in den Wald geht – passt auf euch auf.